Eco-Driving beruht darauf, Energieverluste zu vermeiden. Jeder Kraftstoff wird in Bewegung, Wärme oder Reibung umgesetzt – sparsam fährt, wer möglichst viel davon in nutzbare Bewegung lenkt und unnötige Verluste umgeht. Die folgenden Techniken setzen genau dort an.
Vorausschauendes Fahren
Energie, die in Geschwindigkeit steckt, geht beim Bremsen als Wärme verloren. Wer Verkehrssituationen früh erkennt und den Fuß rechtzeitig vom Gas nimmt, nutzt die vorhandene Bewegungsenergie zum Ausrollen, statt sie zu verbrennen und kurz darauf wegzubremsen. Das ist der wirksamste Einzelhebel überhaupt – und zugleich der sicherste, weil größere Abstände mehr Reaktionszeit schaffen.
Schubabschaltung verstehen
Sobald das Fahrzeug mit eingelegtem Gang verzögert – etwa bergab oder vor einer Ampel –, unterbricht die Motorsteuerung die Kraftstoffzufuhr. In dieser Schubphase verbraucht der Motor praktisch nichts, wird aber von den Rädern weitergedreht. Wer dagegen auskuppelt, fällt in den Leerlauf zurück, in dem Sprit nötig ist, um den Motor am Laufen zu halten. Deshalb gilt: im Gang ausrollen lassen ist sparsamer als im Leerlauf zu rollen.
Den richtigen Schaltpunkt treffen
Niedrige Drehzahlen bedeuten weniger innere Reibung und geringere Pumpverluste. Moderne Motoren liefern schon knapp über Leerlaufdrehzahl genug Drehmoment, um zügig zu beschleunigen. Als Orientierung dient das Hochschalten um etwa 2.000 Umdrehungen beim Benziner und 1.500 beim Diesel. Wichtig ist, den Gang nicht so hoch zu wählen, dass der Motor ruckelt – dann fehlt ihm Kraft und der Verbrauch steigt wieder.
Konstant fahren
Jede Beschleunigung kostet Energie, die beim folgenden Bremsen wieder verloren geht. Eine gleichmäßige Geschwindigkeit minimiert diese Wechsel. Auf Landstraße und Autobahn hilft der Tempomat; in der Stadt geht es darum, im Fluss zu schwimmen und die grüne Welle mitzunehmen, statt von Ampel zu Ampel zu sprinten.
Rollwiderstand und Luftwiderstand
Zwei physikalische Größen bremsen jedes Fahrzeug: der Rollwiderstand der Reifen und der Luftwiderstand. Den Rollwiderstand senkt man durch korrekten Reifendruck und Leichtlaufreifen. Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit – deshalb wirken Dachboxen, Dachträger und offene Fenster bei höherem Tempo besonders stark verbrauchssteigernd. Wie stark sich das aufs Tanken auswirkt, zeigt ein Vergleich von Tempo 130 und Tempo 100:
Rekuperation bei Hybrid und E-Auto
Elektrifizierte Fahrzeuge können Bremsenergie zurückgewinnen: Beim Verzögern arbeitet der Elektromotor als Generator und lädt die Batterie. Vorausschauendes Fahren maximiert diesen Effekt, weil sanftes, frühes Verzögern mehr Energie zurückspeist als hartes Bremsen kurz vor dem Hindernis. So verlängert dieselbe Technik, die beim Verbrenner Sprit spart, beim E-Auto die Reichweite.
Eine kompakte, nach Wirksamkeit geordnete Übersicht mit Sparpotenzialen bietet die Seite Eco-Driving-Tipps. Den größeren Zusammenhang von sparsamer und reduzierter Mobilität behandelt Verkehrssparen Wienerwald.