Zwischen 19. September und 7. Oktober 2005 wurden in den Verkehrspargemeinden vom unabhängigen Institut "Herry-Verkehrsplanung & Consulting" 491 telefonische Befragungen durchgeführt. Demnach liegt die Bekanntheit des Projektes bei 57% (je nach Gemeinde zwischen 43% und 79%). Die größte Aufmerksamkeit erzielten neben dem Europaweiten Autofreien Tag (89%) die "Lass den Kübel stehen-Plakate" (60%), die "Verkehrsparen-Straßentafeln" (52%), die vielen neuen Radständer (51%), die neuen VOR-Fahrplanhefte im Taschenformat (47%) und die Verkehrsparartikel in den Gemeindezeitungen (42%). Nahezu alle Aktionen wurden sehr gut oder gut beurteilt, was wiederum zeigt, dass die Bereitschaft der Bevölkerung für das Verkehrsparen viel größer ist, als viele Politiker vermuten. Rund 1/3 der Befragten gibt an, weniger mit dem Auto zu fahren, seit die Gemeinde Verkehrspargemeinde ist. Auch die Analyse der tatsächlichen Verkehrsmittelwahl zeigt in diese Richtung, allerdings in einem realistischen Ausmaß. Demnach ging der Anteil der Autofahrten an allen Wegen von 64% auf 61% zurück - hauptsächlich zu Gunsten des Radfahrens. Wir sind also auf dem richtigen Kurs. Im 3. Projektjahr sollten erste kleine Auswirkungen feststellbar sein, im 4. Projektjahr wird eine deutlich merkbare Reduktion der Autofahrten angestrebt.
Der Bekanntheitsgrad von 57% ist durchaus zufriedenstellend. Trotzdem liegen
wir hier etwas unter der angestrebten
Marke von 70%.

Bei dieser Fragestellung kann man davon ausgehen, dass rund 25% "Ja"
angeben, auch wenn Sie Ihre Verkehrsmittelwahl
nicht geändert haben (vor allem diejenigen, die sowieso umweltfreundlich
unterwegs sind).
Die 36% liegen effektiv um 11% über diesem "Normalwert".

Eine Verschiebung des Modal Split um 3% ist ein sehr gutes Zwischenergebnis,
das wir in Anbetracht des allgemein
eher umgekehrten Trends gar nicht erwartet haben. Viellecht hat der steigende
Spritpreis hier etwas mitgeholfen.
Jedenfalls zeigt die Entwicklung in der Region in die richtige Richtung.

Alle Maßnahmen werden eigentlich gut beurteilt, besonders diejenigen,
die eine Serviceverbesserung für Radfahrer
und ÖV-Benützer bedeuten.

Besonders effektive Medien zur Bekanntmachung der Aktion sind Straßentafeln,
Transparente, Gemeindezeitungen
und Plakate

Interesant ist die Gegenüberstellung dieser mit der nachfolgenden Grafik.
Nur ca. 28% (9% + 19%) vermuten,
dass andere Personen ohne Zwang bereit wären, weniger mit dem Auto zu fahren.
Hingegen bekunden 64% bei sich selbst durchaus eine Bereitschaft, öfters
auf das Auto verzichten zu wollen -
auch ohne Zwang!
Vor allem das letztere Ergebnis stimmt optimistisch und zeigt, dass der motivatorische
Ansatz des Verkehrsparens
sehr erfolgverprechend sein kann.
