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Land Niederösterreich
Abt. Gesamtverkehr
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Projektbegleitung:
Mag. Michael Praschl
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Evaluation / Erfolgsmessung


 


Dr. Max Herry (Evaluation)

Die Erfolgsmessung wurde von einem unabhängigen Institut durchgeführt. Die Befragungen wurden durch Verkehrszählungen ergänzt.

a) Große Vorher- und Nachher-Erhebungen (1998, 2002)

b) Jährliche Zwischenerhebungen
c) Monitoring der einzelnen Aktionen
   



90% der Bevölkerung kennen das Pilotprojekt Verkehrsparen Langenlois.

Nach einer Laufzeit von nahezu 4 Jahren kennen fast 90% der Langenloiser Bevölkerung das Pilotprojekt Verkehrspargemeinde Langenlois und bewerten das Modellvorhaben auch zum überwiegenden Teil äußerst positiv (43% mit "sehr gut" und 51% mit "gut").

Im Vergleich zum Jahr 2000 ist der Bekanntheitsgrad des Projektes demnach noch weiter gestiegen und auch die Bewertung des Modellvorhabens hat sich verbessert.
Insbesondere hat der Anteil der Bevölkerung, die das Projekt als sehr gut beurteilten, von 26% im Jahr 2000 auf 43% im Jahr 2002 zugenommen.

Die umgesetzten Maßnahmen und Aktionen zeichnen sich durch einen hohen Bekannheitsgrad und eine durchwegs positive Bewertung seitens der Bevölkerung aus.

 
Bekanntheit
Bewertung
Mobile Tempoanzeige
81%
1,6
Beschilderung "Grüne Achse"
71%
1,6
Nahkaufinitiative
71%
1,8
Ideenwettbewerb Verkehrsparen
71%
1,7
Aktion Radfahrer werden geblitzt
68%
1,8
Test von Elektrorädern
67%
1,9
Artikel in der Gemeindezeitung
66%
1,8
Aufstellung neuer Radständer
65%
1,4
Aktion "Verkehrsparen-Mitfahren"
64%
1,7
Verkehrspar Broschüren
64%
2,0
Teilnahme Autofreier Tag
59%
2,1
Verkehrsparfeste
57%
2,0
Aktion Gratis Radservice
51%
1,4
Aktion "Gehen belebt"
50%
1,6
Ankauf von 2 Elektro-Diensträdern
48%
2,0
Aktion "Verkehrsparen in Betrieben"
41%
1,7

Gestiegene Bereitschaft zum Verzicht auf den eigenen Pkw

Waren es bei der Zwischenerhebung 2000 rund 39% der Personen die angaben, dass sie - seit Langenlois Verkehrspargemeinde ist - anstatt des Autos häufiger andere Verkehrsmittel (Rad, öffentliche Verkehrsmittel etc.) benutzen oder öfters zu Fuß gehen, so sind es im Jahr 2002 bereits 47%.
Vor allem das Fahrrad wird von den Personen als Alternative zum Auto in Anspruch genommen, aber auch das "zu Fuß gehen" stellt eine wachsende Alternative dar. Ganz generell ist die Langenloiser Bevölkerung seit de Beginn des Pilotprojektes Verkehrsparen Langenlois" aktiver geworden.

Dies geht in erster Linie - auf den im Vergleich mit 1998 - stark zugenommenen Radverkehr sowie in weiterer Folge auch auf das Mehr an Fußwegen zurück. Diese zusätzlich unternommenen Fuß- und Radwege werden nahezu ausschließlich innerhalb der Gemeindegrenzen zurückgelegt, wodurch sich der Anteil der innerhalb des Gemeindegebietes zurückgelegten Wege von rund 50% auf über 60% erhöht hat.
Zusätzlich kommt hier auch die Wirkung von Maßnahmen, wie der Nahkaufinitiative, zu tragen.

Die pro Person und Werktag zurückgelegten Radwege haben sich durch die verschiedenen, den Radverkehr belebenden Maßnahmen im Rahmen des Pilotprojektes vervierfacht. Gleichzeitig ging der Anteil der mit dem Pkw unternommenen Wege (Lenker und Mitfahrer) von 72% auf 60% zurück.
Auf Grund der gestiegenen Wegeanzahl der Bevölkerung relativiert sich dieser Rückgang jedoch. Die Anzahl der Wege, die als Pkw-Lenker durchschittlich zurückgelegt werden, ging nur leicht von 1,8 auf 1,7 zurück.
 

Deutliche Reduktion der Pkw-Fahrten

Insgesamt konnte im Zuge des vierjährigen Modellprojektes "Verkehrsparen Langenlois" der Anteil der Pkw-Fahrten der Bevölkerung ab 18 Jahren also deutlich gesenkt werden (von 63% auf 54%). Der Anteil der Radfahrten der Personen ab 18 Jahren stieg hingegen von 3% auf 14%.
Entgegen dem allgemeinen Trend, mit jährlichen Zuwachsraten im Pkw-Verkehr von rund 1% bis 2% konnte in Langenlois die Zahl der Autofahrten (absolut) sogar leicht gesenkt werden.

 


 


Überwiegende Mehrheit der Bevölkerung spricht sich dafür aus, dass Langenlois weiterhin Verkehrspargemeinde bleiben soll.

Auf die Frage, ob Langenlois auch weiterhin Verkehrspargemeinde bleiben soll, antworteten 70% der Befragten mit ja. Lediglich 3% der Befragten sprachen sich dagegen auch. Etwas mehr alsein Viertel der Bevölkerung ist noch unschlüssig.


 

 

Als Gründe weiter Verkehrspargemeinde zu bleiben, nennen die Langenloiser vor allem:

  • die Vorbildwirkung für andere Gemeinden und Regionen,
  • den Umweltaspekt eines derartigen Vorhabens,
  • die Bekanntheit und Medienpräsenz als "Verkehrspargemeinde" und den damit verbundenen Nutzen für den Fremdenverkehr,
  • die Verkehrsberuhigung (mehr Radverkehr und Fußgänger anstatt Autofahrten), sowie
  • die Verbesserung der Lebensqualität in der Gemeinde.


Die Projektziele konnten mit Hilfe der umgesetzten Maßnahmen erreicht werden!
  • Rückgang des Anteils der Wege als Pkw-Lenker um 9%, von 63% auf 54%.
  • Reduktion der mit dem Pkw erbrachten Verkehrsleistung um 4%.
  • Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes um 5%.