| Profi-Tipps
für routinierte Fahrer, die keinen Treibstoff verschenken wollen:
Diese
Tipps sind für routinierte Fahrer gedacht. Selbstverständlich
muß die Sicherheit immer an erster Stelle stehen.
- Setzen
Sie Ihre Routine dafür ein, gleichmäßig,
gelassen und präzise zu
fahren. Vermeiden Sie durch intelligente, vorausschauende Fahrweise
starke Beschleunigungs- und Bremsmanöver. Perfekte, souveräne
Lenker fahren so, dass Ihre Mitfahrer von der Fahrt kaum etwas
bemerken und sich entspannen können.
- Ausreichender
Sicherheitsabstand
erleichtert durch den größeren "Ausgleichsraum" eine
gleichmäßige, gelassene und stressfreie Fahrweise.
- Fahren
Sie mit niedrigen Motor-Drehzahlen.
Moderne Motoren sind auf niedertouriges Fahren ausgelegt. Schalten
Sie bereits bei 2000 Touren in einen höheren Gang. Mit
einem modernen Auto ist es kein Problem - auf ebener Strecke
- mit 1500 Touren im höchsten
Gang zu fahren. Von "untertourig"
spricht man erst, wenn das Fahrzeug zu "ruckeln" beginnt.
- Wenn
Sie z.B. beim Überholen stärker beschleunigen müssen,
legen Sie gleich nach dem Beschleunigungsvorgang den höchstmöglichen
Gang ein, auch wenn Sie dabei einen
Gang überspringen. Auch
nach einem zügigeren Ampelstart können Sie evtl. gleich
vom 2. in den 4. oder 5. Gang wechseln, um keinen Treibstoff
zu verschenken.
- Moderne
Motoren haben eine sogenannte Schubabschaltung.
D.h. wenn Sie das Gaspedal loslassen und mit Motorbremsung fahren,
gelangt überhaupt kein Treibstoff in den Motor. Sparprofis
nützen diesen Effekt z.B. wenn sie sich einer roten Ampel
nähern: Nicht auskuppeln oder im Leerlauf rollen lassen,
sondern einen hohen Gang einlegen und weg vom Gas!
- Sehr
viel Treibstoff läßt sich durch niedrigere
Fahrgeschwindigkeiten - z.B.
auf der Autobahn - einsparen. Die meisten Fahrzeuge haben den
geringsten Verbrauch bei ca. 60 bis 80 km/h im höchsten
Gang. Ein Test zeigte etwa einen Verbrauch von 5,3 L/100km
bei 100km/h und 7,2 l/100km bei 130 km/h. Haben Sie es
nicht sehr eilig, können Sie fast 2l/100km einsparen, wenn
Sie statt 130 nur 100km/h fahren. Außerdem fahren Sie
so viel stressfreier und sicherer.
- Stellen
Sie den Motor ab, wenn Sie
länger als 30 Sekunden anhalten. Starten Sie anschließend
möglichst ohne Gas.
- Achten
Sie darauf, dass Ihr Fahrzeug
gut gewartet ist. Falsche Zündeinstellungen,
zu geringer Reifendruck oder ein verschmutzter Luftfilter kosten
viel Treibstoff.
- "Werfen"
Sie unnötigen Ballast ab.
Je 100 kg Mehrgewicht steigt der Verbrauch um etwa 0,3 l/100km.
Lassen Sie Ski- oder Surfbrettträger nicht unnötig
lange am Fahrzeug montiert.
- Vermeiden
Sie unnötigen Stromverbrauch,
wie z.B. durch eine zu lange eingeschaltete Heckscheibenheizung.
Auch eine eingeschaltete Klimaanlage kostet viel Treibstoff.
- Fahren
Sie auf der Autobahn nach Möglichkeit mit geschlossenen
Fenstern, um den Luftwiderstand
gering zu halten. Nutzen Sie stattdessen die Fahrzeuglüftung.
Stark
im Kommen und sehr effektiv: Kühlwasser-Vorwärmsysteme
Falls
Sie gezwungen sind, regelmäßig mit dem Auto zu fahren
und in der Nähe Ihres Auto-Abstellplatzes eine Steckdose
haben, sollten Sie den Einbau eines modernen Kühlwasser-Vorwärmsystems
überlegen (Kosten: ÖS 1500 bis 2000). Dadurch lassen
sich der Treibstoffverbrauch, der Schadstoffausstoß und
auch der Motorverschleiß erheblich reduzieren.
Nähere
Informationen über diese Systeme und zum Thema "Ökonomisches
Fahren" erhalten Sie bei:
Mag.
Andreas Pechter, NÖ-Landesregierung, Tel: 02622 318 DW 619
Entscheiden
Sie sich für ein sparsames Fahrzeug:
Für weit über
90% aller unserer Fahrzwecke würde üblicherweise ein
kleines, sparsames Auto absolut ausreichen und Prestigedenken
haben wir doch wirklich nicht nötig. Außerdem wissen
wir aus einer großen Autofahrerbefragung, dass Fahrer kleiner,
sparsamer Autos mehr Spaß am Fahren haben, als Lenker stärkerer
und größerer Wagen.
Überlegen Sie
einfach einmal, ob Sie sich nicht ein kleineres, sparsameres Auto
gönnen sollten. Die Autofirmen haben hier Modelle im Programm,
die keinen Komfort vermissen lassen!
Gegen ein großes
Auto, in dem auch mehrere Personen befördert werden (Großfamilie,
Fahrgemeinschaft, etc.), gibt es natürlich nichts einzuwenden.
Durch Wahl eines sparsamen
Kompaktwagens anstatt eines Autos der oberen Mittelklasse kann
ein einzelner Fahrer locker 800 Liter
Treibstoff und 2 Tonnen CO2 pro
Jahr einsparen (bei einer jährliche Fahrleistung von ca.
15.000 km).
Der Ausstoß
des Treibhausgases CO2 ist unabhängig vom Katalysator und
hängt direkt mit dem Treibstoff zusammen. Rechnen
Sie einfach den Benzinverbrauch ihres Fahrzeuges (Liter) mal 2,5.
Das Ergebnis ist der CO2-Ausstoß in kg.
Die neuesten Prototypen
kompakter Sparautos mit speziellen, kleinen Dieselmotoren oder
einer Kombination aus Benzin- und Elektromotoren - sogenannte
Hybridantriebe - erreichen Werte von ca. 6 bis 8 kg CO2
auf 100 km.
Unangefochtener
Umwelt-Spitzenreiter ist aber der Radfahrer mit genau 0 kg CO2-Ausstoß
pro 100 km. Jeder Radfahrer erspart uns pro Jahr gut 1/2 Tonne
CO2, wenn er an 200 Tagen im Jahr pro Tag etwa 10 km mit dem Rad
anstatt mit dem Auto fährt.
Ihr
Motor hasst Kurzstrecken!
[Ihr Körper liebt
Bewegung]
Sowohl beim Starten
als auch in den ersten Minuten nach dem Kaltstart,
liegt der Kraftstofftverbrauch um ein Mehrfaches höher als
bei betriebswarmen Motor. Es muß mehr Kraftstoff eingespritzt
werden, damit der aufgrund des kalten und zähen Motoröls
noch schwergängige Motor anspringen und rundlaufen kann.
Das Motoröl erreicht
seine volle Schmierfähigkeit
erst nach einigen Kilometern. Der Motorverschleiß ist auf
dem ersten Kilometer oft größer als als auf einigen
hundert Kilometern gleichmäßiger Fahrt.
Auf den ersten beiden
Fahrkilometern sind der Treibstoffverbrauch und damit auch der
CO2-Ausstoß gut doppelt so hoch
als bei warmen Motor, auf den ersten 300 bis 500 Metern sogar
bis zu vier mal so hoch.
Auch der Abgaskatalysator
benötigt einige Zeit um seine Betriebstemperatur
(ca. 250°C) zu erreichen und läßt daher am ersten
Kilometer die meisten Schadstoffe ungehindert ins Freie.
Beim Kaltstart kondensiert
eine gewisse Kraftstoffmenge an den noch kalten Zylinderwänden,
wird nicht verbrannt, gelangt schließlich in die Ölwanne
und verdünnt dort das Motoröl. Auch dadurch erhöht
sich der Motorverschleiß.
Keinesfalls
sollte man den Motor am Stand warmlaufen lassen. Die
relativ geringe Treibstoffmenge, die im Leerlauf zur Verbrennung
gelangt, kann keine nennenswerte Erwärmung des Motors bewirken.
Außerdem ist der Schadstoffausstoß im Leerlauf besonders
hoch. Fahren Sie daher nach dem Starten
möglichst sofort los. Das spart Treibstoff und
hält den Schadstoffausstoß in Grenzen.
nähere
Informationen: www.umweltbewusst-mobil.at
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