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Land Niederösterreich
Abt. Gesamtverkehr
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Initiative "Ökonomisches Fahren"


 
 Allein durch einen intelligenten, sparsamen Fahrstil kann ein Fahrer eines Mittelklassewagens pro Jahr locker 400 Liter Treibstoff und 1 Tonne CO2 einsparen (bei einer jährlichen Fahrleistung von etwa 15.000 km). Das lohnt sich für die eigene Geldbörse, für die Umwelt und auch für die Sicherheit.
 
Profi-Tipps für routinierte Fahrer, die keinen Treibstoff verschenken wollen:

Diese Tipps sind für routinierte Fahrer gedacht. Selbstverständlich muß die Sicherheit immer an erster Stelle stehen.

  • Setzen Sie Ihre Routine dafür ein, gleichmäßig, gelassen und präzise zu fahren. Vermeiden Sie durch intelligente, vorausschauende Fahrweise starke Beschleunigungs- und Bremsmanöver. Perfekte, souveräne Lenker fahren so, dass Ihre Mitfahrer von der Fahrt kaum etwas bemerken und sich entspannen können.
  • Ausreichender Sicherheitsabstand erleichtert durch den größeren "Ausgleichsraum" eine gleichmäßige, gelassene und stressfreie Fahrweise.
  • Fahren Sie mit niedrigen Motor-Drehzahlen. Moderne Motoren sind auf niedertouriges Fahren ausgelegt. Schalten Sie bereits bei 2000 Touren in einen höheren Gang. Mit einem modernen Auto ist es kein Problem - auf ebener Strecke - mit 1500 Touren im höchsten Gang zu fahren. Von "untertourig" spricht man erst, wenn das Fahrzeug zu "ruckeln" beginnt.
  • Wenn Sie z.B. beim Überholen stärker beschleunigen müssen, legen Sie gleich nach dem Beschleunigungsvorgang den höchstmöglichen Gang ein, auch wenn Sie dabei einen Gang überspringen. Auch nach einem zügigeren Ampelstart können Sie evtl. gleich vom 2. in den 4. oder 5. Gang wechseln, um keinen Treibstoff zu verschenken.
  • Moderne Motoren haben eine sogenannte Schubabschaltung. D.h. wenn Sie das Gaspedal loslassen und mit Motorbremsung fahren, gelangt überhaupt kein Treibstoff in den Motor. Sparprofis nützen diesen Effekt z.B. wenn sie sich einer roten Ampel nähern: Nicht auskuppeln oder im Leerlauf rollen lassen, sondern einen hohen Gang einlegen und weg vom Gas!
  • Sehr viel Treibstoff läßt sich durch niedrigere Fahrgeschwindigkeiten - z.B. auf der Autobahn - einsparen. Die meisten Fahrzeuge haben den geringsten Verbrauch bei ca. 60 bis 80 km/h im höchsten Gang. Ein Test zeigte etwa einen Verbrauch von 5,3 L/100km bei 100km/h und 7,2 l/100km bei 130 km/h. Haben Sie es nicht sehr eilig, können Sie fast 2l/100km einsparen, wenn Sie statt 130 nur 100km/h fahren. Außerdem fahren Sie so viel stressfreier und sicherer.
  • Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie länger als 30 Sekunden anhalten. Starten Sie anschließend möglichst ohne Gas.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrzeug gut gewartet ist. Falsche Zündeinstellungen, zu geringer Reifendruck oder ein verschmutzter Luftfilter kosten viel Treibstoff. 
  • "Werfen" Sie unnötigen Ballast ab. Je 100 kg Mehrgewicht steigt der Verbrauch um etwa 0,3 l/100km. Lassen Sie Ski- oder Surfbrettträger nicht unnötig lange am Fahrzeug montiert.
  • Vermeiden Sie unnötigen Stromverbrauch, wie z.B. durch eine zu lange eingeschaltete Heckscheibenheizung. Auch eine eingeschaltete Klimaanlage kostet viel Treibstoff.
  • Fahren Sie auf der Autobahn nach Möglichkeit mit geschlossenen Fenstern, um den Luftwiderstand gering zu halten. Nutzen Sie stattdessen die Fahrzeuglüftung.
Stark im Kommen und sehr effektiv: Kühlwasser-Vorwärmsysteme

Falls Sie gezwungen sind, regelmäßig mit dem Auto zu fahren und in der Nähe Ihres Auto-Abstellplatzes eine Steckdose haben, sollten Sie den Einbau eines modernen Kühlwasser-Vorwärmsystems überlegen (Kosten: ÖS 1500 bis 2000). Dadurch lassen sich der Treibstoffverbrauch, der Schadstoffausstoß und auch der Motorverschleiß erheblich reduzieren.

Nähere Informationen über diese Systeme und zum Thema "Ökonomisches Fahren" erhalten Sie bei:
Mag. Andreas Pechter, NÖ-Landesregierung, Tel: 02622 318 DW 619



Entscheiden Sie sich für ein sparsames Fahrzeug:

Für weit über 90% aller unserer Fahrzwecke würde üblicherweise ein kleines, sparsames Auto absolut ausreichen und Prestigedenken haben wir doch wirklich nicht nötig. Außerdem wissen wir aus einer großen Autofahrerbefragung, dass Fahrer kleiner, sparsamer Autos mehr Spaß am Fahren haben, als Lenker stärkerer und größerer Wagen.

Überlegen Sie einfach einmal, ob Sie sich nicht ein kleineres, sparsameres Auto gönnen sollten. Die Autofirmen haben hier Modelle im Programm, die keinen Komfort vermissen lassen!
Gegen ein großes Auto, in dem auch mehrere Personen befördert werden (Großfamilie, Fahrgemeinschaft, etc.), gibt es natürlich nichts einzuwenden.

Durch Wahl eines sparsamen Kompaktwagens anstatt eines Autos der oberen Mittelklasse kann ein einzelner Fahrer locker 800 Liter Treibstoff und 2 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen (bei einer jährliche Fahrleistung von ca. 15.000 km).

Der Ausstoß des Treibhausgases CO2 ist unabhängig vom Katalysator und hängt direkt mit dem Treibstoff zusammen. Rechnen Sie einfach den Benzinverbrauch ihres Fahrzeuges (Liter) mal 2,5. Das Ergebnis ist der CO2-Ausstoß in kg.

Die neuesten Prototypen kompakter Sparautos mit speziellen, kleinen Dieselmotoren oder einer Kombination aus Benzin- und Elektromotoren - sogenannte Hybridantriebe - erreichen Werte von ca. 6 bis 8 kg CO2  auf 100 km.

Unangefochtener Umwelt-Spitzenreiter ist aber der Radfahrer mit genau 0 kg CO2-Ausstoß pro 100 km. Jeder Radfahrer erspart uns pro Jahr gut 1/2 Tonne CO2, wenn er an 200 Tagen im Jahr pro Tag etwa 10 km mit dem Rad anstatt mit dem Auto fährt.



Ihr Motor hasst Kurzstrecken!
[Ihr Körper liebt Bewegung]

Sowohl beim Starten als auch in den ersten Minuten nach dem Kaltstart, liegt der Kraftstofftverbrauch um ein Mehrfaches höher als bei betriebswarmen Motor. Es muß mehr Kraftstoff eingespritzt werden, damit der aufgrund des kalten und zähen Motoröls noch schwergängige Motor anspringen und rundlaufen kann.

Das Motoröl erreicht seine volle Schmierfähigkeit erst nach einigen Kilometern. Der Motorverschleiß ist auf dem ersten Kilometer oft größer als als auf einigen hundert Kilometern gleichmäßiger Fahrt.

Auf den ersten beiden Fahrkilometern sind der Treibstoffverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß gut doppelt so hoch als bei warmen Motor, auf den ersten 300 bis 500 Metern sogar bis zu vier mal so hoch.

Auch der Abgaskatalysator benötigt einige Zeit um seine Betriebstemperatur (ca. 250°C) zu erreichen und läßt daher am ersten Kilometer die meisten Schadstoffe ungehindert ins Freie.

Beim Kaltstart kondensiert eine gewisse Kraftstoffmenge an den noch kalten Zylinderwänden, wird nicht verbrannt, gelangt schließlich in die Ölwanne und verdünnt dort das Motoröl. Auch dadurch erhöht sich der Motorverschleiß.

Keinesfalls sollte man den Motor am Stand warmlaufen lassen. Die relativ geringe Treibstoffmenge, die im Leerlauf zur Verbrennung gelangt, kann keine nennenswerte Erwärmung des Motors bewirken. Außerdem ist der Schadstoffausstoß im Leerlauf besonders hoch. Fahren Sie daher nach dem Starten möglichst sofort los. Das spart Treibstoff und hält den Schadstoffausstoß in Grenzen.

 

nähere Informationen: www.umweltbewusst-mobil.at