Kontakt:
Land Niederösterreich
Abt. Gesamtverkehr
Ing. Christian Hofecker
Landhausplatz 1
A-3109 St. Pölten
Tel.: +43 2742 900514047
christian.hofecker@noel.gv.at

Projektbegleitung:
Mag. Michael Praschl
Thaliastraße 97/2
A-1160 Wien
Tel.: +43 1 494 80 60
praschl@aon.at
www.vsicher.at

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Details zum Projekt "Verkehrspargemeinde Langenlois"

 
Thema
Modellprojekt "Verkehrspargemeinde"
Projektdauer

 

1999 bis 2002
Start der Vorbereitungsarbeiten: Ende 1998, 
offizieller Projektstart: 28.05.1999
Langenlois bleibt auch nach dem Jahr 2002 Verkehrspargemeinde!
Modellgemeinde Langenlois (Niederösterreich)
Die Stadtgemeinde Langenlois liegt 60km westlich von Wien bzw. 10km nördlich von Krems im unteren Kamptal.
Langenlois hat, inkl. der fünf Katastralgemeinden Gobelsburg, Schiltern, Zöbing, Reith und Mittelberg ca. 7000 Einwohner und ist die größte weinbautreibende Stadtgemeinde Österreichs (2400 ha Weinbaufläche). www.langenlois.at
Auftraggeber,
Initiator
 
 

 

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung,
Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten
Landhausplatz 1, Haus 16, 3109 St. Pölten
Ansprechpartner: Ing. Christian Hofecker 02742/9005 -14047 und DI Christoph Westhauser: 02742/9005 -15560
Finanzierung / Förderungen
 
 

 

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten
Finanzierung von: Projektbüro-Personalkosten, Projektbegleitung, Evaluation, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation
Gruppe Raumordnung und Umwelt - Landeskoordinierungsstelle für Stadterneuerung
Förderung konkreter Projekte wie z.B.: Radverbindung
"Grüne Achse", Radständer, etc.
Kontakt: DI Hubert Trauner: 02732/82522 - 241

Bundesministerium für Land- & Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Förderung einzelner Maßnahmen wie z.B. Kongress, Verkehrsparbroschüre, Informationsmaterialien, etc.
Kontakt: DI Annemarie Schwarz: Tel.: 01/515 22 - 1219

Bundesministerium für Verkehr, Innovation & Technologie
Förderung einzelner Maßnahmen wie z.B. Test von Elektrorädern, Konzepterstellung zur besseren Anbindung der Katastralgemeinden, etc.
Kontakt: Dr. Andreas Dorda: Tel.: 01/53 464 - 3109

Stadtgemeinde Langenlois
Finanzierung von Projektbüro-Infrastruktur und Betreuung der Umsetzung vor Ort, Maßnahmenförderung
Kontakt: Alois Gruber
: Tel.: 02734 / 2101 - 15

Projektpartner:
 
 

 

Planungsbüro Dr. Max Herry (Evaluation)
Kontakt: DI Markus Schuster: 01/504 12 58 - 21

Kuratorium für Verkehrssicherheit (Evaluation)
Kontakt: Ing. Erwin Schrammel: 01/71770 - 0

Projektbegleitung

praschl@aon.at

 

Mag. Michael Praschl - Mobilitäts- & Motivforschungforschung, Thaliastraße 97/ 2.Stock 1160 Wien, Tel. 01/494 80 60, http://www.vsicher.at Die Aufgaben der Projektbegleitung sind der fachliche Input im Rahmen der Teamsitzungen, die Motivation und Koordination aller am Projekt Mitwirkenden, die Moderation von Meetings, die Unterstützung bei Förderansuchen, bei der Suche nach Sponsoren sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit und die Projektdokumentation. Für die Projektbegleitung (inkl. Dokumentation) war ein Zeitbudget von einem Tag pro Woche veranschlagt. 

Projektbüro in Langenlois

petra.voelkl@wvnet.at


 

Petra Völkl NÖ-Dorf- & Stadterneuerung
Rathausstraße 2, 3550 Langenlois, Tel.: 02734/ 2101 - 15
od. 0664 390 68 19
Das Projektbüro ist Ansprechstelle für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Verkehrsparen und arbeitet eng mit der Projektbegleitung zusammen (auch beispielsweise bezüglich Öffentlichkeitsarbeit und Projektdokumentation). 
Das Projektbüro war vorerst 7,5 Stunden pro Woche besetzt. Mit November 1999 wurde dieses Zeitbudget auf 20 und mit November 2000 auf 30 Wochenstunden aufgestockt.
Projektteam
(Bund/Land/Gemeinde)
Das Projektteam besteht aus zwei Vertretern der Gemeinde Langenlois, den Auftraggebern und Finanziers des Projektes sowie der Projektbegleitung. Dieses Team ist oberstes Entscheidungsgremium und tritt einige Male pro Jahr zusammen, um strategische Fragen zu behandeln und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Eine wichtige Aufgabe dieses Teams ist auch die Unterstützung des Akteursteams (z.B. bei Ansuchen um Fördermittel, bei der Herstellung von Kontakten etc.).
  • Dr. Andreas Dorda (BM. f. Verkehr, Innovation & Technologie), 
  • Ing. Christian Hofecker (NÖ-Landesregierung), 
  • Baudirektor Ing. Erich Obkircher (Gemeinde Langenlois), 
  • Mag. Michael Praschl (Projektbegleitung), 
  • Bürgermeister KR Kurt Renner (Gemeinde Langenlois),
  • DI Annemarie Schwarz (BM f. Land- & Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), 
  • DI Robert Thaler (BM f. Land- & Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), 
  • DI Hubert Trauner (NÖ Stadterneuerung), 
  • DI Christoph Westhauser (NÖ-Landesregierung)
Akteursteam in Langenlois
(Gemeinde)
Aufgabe des Akteursteams ist die Planung und Durchführung der einzelnen Maßnahmen im Rahmen des Projektes Verkehrsparen Langenlois. 
  • Alois Gruber (Gemeinde Langenlois, zentraler Verkehrspar-Ansprechpartner der Gemeinde: 02734/2101 - 15), 
  • Gemeinderat Anton Leutmezer (Obmann des Vereins "Verkehrsparen Langenlois"), 
  • Richard Loimer (Stadterneuerung, Arbeitskreis Verkehr),
  • Maria Lunzer (Gemeinde Langenlois) 
  • Ing. Erich Obkircher (Gemeinde Langenlois), 
  • Erich Pernicka (privat), 
  • Brigitta Poscharnig (Verein "Aktive Wirtschaft Langenlois"), 
  • Mag. Michael Praschl (Projektbegleitung), 
  • DI Petra Völkl (Projektbüro)
Verein Verkehrsparen Langenlois
(formale Projektabwicklung)
Mitglieder des Vereins sind:
  • Obmann: Stadtrat Anton Leutmezer 
  • Obmann-Stellvertreter: Ing. Erich Obkircher 
  • Schriftführer: DI Petra Völkl 
  • Schriftführer-Stellvertreter: Alois Gruber 
  • Kassier: Maria Lunzer 
  • Kassier-Stellvertreter: Richard Loimer 
  • Kassaprüfer: Karl Brunner 
  • Kassaprüfer: Ing. Christian Hofecker 
  • Beirat: Mag. Michael Praschl 
  • Beirat: Ing. Leopold Groiss 
  • Mitglied: Brigitta Poscharnig 
  • Mitglied: Erich Pernicka
Sitz: Rathausstraße 2, 3550 Langenlois

 


Warum "Verkehrsparen in Langenlois?"

In Niederösterreich nehmen der Kfz-Verkehr (MIV) und die dadurch verursachten CO2-Emmissionen immer mehr zu. Bis zum Jahr 2011 ist eine weitere Zunahme des MIV um über 20% prognostiziert. Das Land Niederösterreich zielt - einerseits durch Maßnahmen der Raumordnung, andererseits durch Maßnahmen zur Verlagerung von Wegen auf den öffentlichen Verkehr, das Gehen und das Radfahren - darauf ab, diese Zunahme zu bremsen.

Auch das Konzept "Verkehrspargemeinde" entstammt dem NÖ-Landesverkehrskonzept, wobei anhand dieses Modellprojektes auch erprobt werden soll, welches Verkehrsparpotential durch meinungsbildende bzw. motivationale (zwangsfreie) Maßnahmen auf Gemeindeebene realisiert werden kann.

Langenlois wurde aufgrund eines überzeugenden Konzeptes der Gemeinde als "Vorreitergemeinde" für jene 95% der niederösterreichischen Gemeinden ausgewählt, die weniger als 7.000 Einwohner haben.

Hauptzielsetzung ist die freiwillige Vermeidung jener Kfz-Fahrten, die problemlos durch andere Mobilitätsformen ersetzt werden können. Es geht nicht primär um eine Verkehrsberuhigung innerhalb der Gemeinde, sondern um die Reduktion (bzw. Verringerung der Zunahme) der Kfz-Fahrten der Langenloiser Bevölkerung.

Als Erfolg gilt das Projekt, wenn der Wegeanteil des motorisierten Individualverkehrs in Langenlois signifikant langsamer ansteigt als im Landesdurchschnitt (Dieses Ziel wurde deutlich übertroffen).

Was heißt "Verkehrsparen Langenlois"? - Projektphilosophie

Das vierjährige Modellprojekt "Verkehrsparen Langenlois" zielt auf die freiwillige Vermeidung jener Autofahrten ab, die mühelos ("... nur wenn es ganz leicht geht") durch umweltfreundlichere Fortbewegungsarten ersetzt werden können. Gegen eine sinnvolle, überlegte Verwendung des Autos ist nichts einzuwenden.

Verkehrsparen beginnt im Kopf! Im Vordergrund stehen daher die Motivation und die aktive Einbindung der Bevölkerung nach dem Motto "Gute Ideen statt hohe Kosten".

Eine gute Einkaufs- und Freizeitinfrastruktur ist die wichtigste Voraussetzung des Verkehrsparens. Das Projekt "Verkehrsparen Langenlois" soll ein starker Impuls für die Wirtschaft und den Tourismus sein. Die breite Öffentlichkeitsarbeit im In- und Ausland ist eine hervorragende Werbung für Langenlois und bringt einen großen Imagegewinn. Auch effektive Maßnahmen zur Förderung der lokalen Wirtschaft sind ein wesentliches Projektelement.

Verkehrsparen = saubere Umwelt = gesunde, hochwertige Produkte

Im Sinne des niederösterreichischen Landesverkehrskonzeptes ist das Projekt bewusst langfristig angelegt. Der "Verkehrspargedanke" soll langsam, dafür nachhaltig in der Gemeinde Fuß fassen. Im "Verkehrsparhandbuch" wird das gesamte Projekt genau und übersichtlich dokumentiert. Die durchgeführten Maßnahmen werden so dargestellt, dass sie von anderen Gemeinden leicht übernommen werden können.

Außerdem wurden alle Auswirkungen des Projektes durch Befragungen und Verkehrszählungen analysiert.

Besonderheiten des Projektes "Verkehrsparen Langenlois"

  • Langenlois ist weder ein städtischer noch ein touristischer Ballungsraum. Die meisten bisherigen Projekte beziehen sich auf solche Ballungsräume.
  • Es soll eine nachhaltig-verkehrsparende Wirkung erzielt werden. Der Verkehrspargedanke soll langsam, aber dafür mit langfristigem Effekt in der Gemeinde Fuß fassen. Die Projektdauer ist daher auf gut vier Jahre ausgelegt. Außerdem soll eine langfristige Fortsetzung des Projektes durch die Gemeinde erreicht werden. Der bisherige Projektverlauf zeigt, dass diese langfristige Auslegung solcher Musterprojekte der einzig richtige Weg ist, da die wirklichen, gemeinsam zu bewältigenden "Hürden" des Verkehrsparens erst ca. 6 bis 12 Monate nach Projektbeginn zum Vorschein kommen. Und gerade die Bewältigung dieser "Hürden" ist für einen nachhaltig positiven Effekt entscheidend (... falls man mehr erreichen will als einen kurzfristigen PR-Effekt).
  • Die Förderung der lokalen Wirtschaft ist ein gleichrangiges Ziel. Eine attraktive Einkaufs- & Freizeitinfrastruktur sowie möglichst viele lokale Arbeitsplätze sind Grundvoraussetzungen des Verkehrsparens.
  • Die Motivation zum Verkehrsparen steht im Vordergrund ("Verkehrsparen beginnt im Kopf"). Die Bevölkerung soll motiviert werden - zumindest dann, wenn es leicht geht - anstatt des Autos andere Mobilitätsmöglichkeiten zu nutzen.

  • Durch verschiedene, gut abgestimmte Maßnahmen wird sanfte Mobilität schmackhaft gemacht und werden die Vorteile für den Einzelnen und für die Allgemeinheit vermittelt (Mottos: "Verkehrsparen macht Spaß" + "Es bringt Vorteile, Verkehrspargemeinde zu sein." = Imagestrategie).
  • Natürlich sind auch infrastrukturelle Verbesserungen im Maßnahmenbündel enthalten, die ja auch wesentliche psychologische Effekte bewirken können: Attraktive Radständer, Radwege oder Beschilderungen vermitteln den Radfahrern beispielsweise eine hohe Wertschätzung ("Ihr seid willkommen") und damit eine Prestigeaufwertung.
  • Es gibt keine Restriktionen für Autofahrer.
  • Die einzelnen Maßnahmen dürfen nicht viel kosten, da sie von anderen Gemeinden leicht nachvollziehbar sein sollen. Motto: "Gute Ideen statt hohe Kosten".
  • Das Projekt wird in einer ganz speziellen Form dokumentiert, um seine Funktion als Modellprojekt optimal erfüllen zu können ("Verkehrsparhandbuch")