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Kongress zum Thema "Fußgänger"
Seminar "Kommunale Verkehrskonzepte - Fussgängerverkehr" 18.10.1999


 
 

Am 18. Oktober 1999 fand im Kulturvereinssaal Langenlois das Intensivseminar der NÖ-Landesakademie "Fußgängerverkehr - eine erstrangige Fortbewegungsart" aus der Reihe "Kommunale Verkehrskonzepte" statt.

37% aller Wege bezogen auf das gesamte Gebiet finden zu Fuß oder mit dem Rad statt, daher gilt es auch, die Verkehrsplanung zu 37% auf diese Bewegungen zuzuschneidern. (Wegeanteile: 27% zu Fuß, 10% per Rad, 40% MIV (Motorisierter Individualverkehr) 8% Mitfahrer, 15% ÖV (Öffentliches Verkehrsmittel).

 

Programm:

09.00 Begrüßung
Dr. Michael Mayer, NÖ Landesakademie
Bürgermeister KR Kurt Renner, Stadtgemeinde Langenlois
09.15 "Vom Verkehrskonzept zum Gehsteig"
Dipl.Ing. Christoph Westhauser, NÖ Verkehrsberatung
09.45 "Gehflächen und Gestaltung"
Ing. Christian Hofecker, NÖ Verkehrsberatung
10.00 Stadt- und Ortskultur: "Ohne Gehen geht nichts!" "City-walking"
Mag. Michael Praschl, Kommunikations- und Motivforschung
10.30 Pause
11.00 Verkehrssparen in Langenlois
Alois GRUBER; Stadtgemeinde Langenlois, Stadtbauamt
11.30 Warum haben FußgängerInnen keine Lobby?
Dipl.- Ing. Eva Kail, Stadtbaudirektion Wien, Leitstelle für Alltags- und frauengerechtes Planen und Bauen
12.00 Unser Verkehrsgeschehen: Eine Chance für blinde und sehbehinderte Menschen?
Ing. Günther Ertl, Wiener Verkehrsbetriebe; Jo Knoll, "Blickkontakt" - Association für blinde und sehbehinderte Menschen
12.30 - 13.00 Abschlußdiskussion

Zielsetzungen und Grundsätze der Veranstaltungsreihe:

Dies ist ein weiteres Seminar aus der Reihe "Kommunale Verkehrskonzepte" (als Baustein der Ausbildungsschiene Kommunaler Umweltschutz der NÖ Landesakademie), vorgesehen für Vertreter der Gemeinden und UGRs aber auch für Sachbearbeiter und Fachleute Engagierte in Verkehrs-, Gestaltungs- und Umweltfragen in der Gemeinde. Sie führt ein in die Erstellung von Verkehrskonzepten, die sich vor allem mit den Bedürfnissen sogenannten "schwachen" Verkehrsteilnehmer auseinandersetzen. Unter diesen Aspekten, die der Vermeidung von motorisierten Individualverkehr und der Reduktion von CO2 - Emissionen im Sinne des Klimaschutzes dienen sollen, ergeben sich folgende verkehrspolitische Zielsetzungen:
Betonung der Verkehrssicherheit, der Verkehrsarten zu Fuß Gehen, Radfahren-, öffentlicher Verkehr, Ordnung des "Ruhenden Verkehrs". 37% aller Wege bezogen auf das gesamte Gebiet finden zu Fuß oder mit dem Rad statt, daher gilt es auch, die Verkehrsplanung zu 37% auf diese Bewegungen zuzuschneidern. (Wegeanteile: 27% zu Fuß, 10% per Rad, 40% MIV (Motorisierter Individualverkehr) 8% Mitfahrer, 15% ÖV (Öffentliches Verkehrsmittel). Der Fließverkehr findet auch zu Fuß und zu Rad statt, wenn er sein Ziel und seine Quelle nicht in der Gemeinde hat, sollte er auch an ihr vorbeiziehen, dann kann Aufenthalt in der Gemeinde wieder erfreulich sein. Für den benötigten öffentlichen Raum müssen Flächen "zurückerobert" werden. Dabei kommt es vordringlich auf die Gestaltung an: Angepaßte Straßenquerschnitte (Geschwindigkeit, Lärm), Planung nach Erreichbarkeiten (Fußgänger - 1,5 km, Radfahrer 4 km). Die Erreichbarkeit des öffentlichen Verkehrs hat Priorität - Haltestellenstandorte und Zugangsmöglichkeiten, geht vor dem ruhenden Verkehr (Ausnahme: Stellplätze für Fahrräder). Aus Überlegungen der Verkehrssicherheit, der Art der Verkehrserschließung ergibt sich ein benötigter öffentlicher Raum, (Breiten für den jeweils erwünschten und notwendigen Verkehr, geschwindigkeitsreduzierende Anlagen). Nicht überall ist ein Gehsteig oder Radweg erforderlich.